Wirecard: die virtuelle Kreditkarte


Von Rolf Jansen
Juli 22, 2007
Exklusive Angebote
1. Jahr beitragsfrei Barclaycard Gold
Mehr
Wir vergüten 2% auf Tankstellenumsätze bis maximal € 200,- pro Monat
Mehr
Viele Extras mit Citibank Mastercard Gold
Mehr
Bis zu 16,000 Euro Kreditrahmen mit Barclaycard Gold
Mehr
Top Zinsen ab 3,99% mit Citibank Onlinekredit
Mehr
DAB-Depotkonto mit 4.5% Guthabenzinsen
Mehr
Comdirect Girokonto plus Tagesgeld mit 3.8% Zins
Mehr
Bis zu 40% sparen mit Allianz24 KFZ-Versicherung
Mehr
Kostenloses Netbank-Girokonto mit 4% Zinsen
Mehr
SWK-Bank Onlinekredit mit 3.9% Zins
Mehr
SEB-Sofortkredit ab 3.99% eff. Jahreszins
Mehr
(Credit: eikootje)

Egal ob ClickandBuy, PayPal oder T-Pay - die meisten Online-Bezahlsysteme sind auf eine mehr oder minder große Anzahl von Shops und Webseiten beschränkt. Und abseits der digitalen Welt kommt der Zahlungswillige damit auch nicht weit. Anders ist das mit der Kreditkarte. Viele Nutzer haben jedoch Bedenken, Visa, Mastercard & Co. im Web einzusetzen. Mögliche Abhilfe schafft der Internet-Bezahldienst Wirecard.

Als Wirecard-Kunde kann man überall dort einkaufen, wo die Mastercard akzeptiert wird. In der einfachen Online-Version erhält der Kunde eine Kartennummer samt CVC2-Kartenprüfnummer und Ablaufdatum - für Bestellungen über Internet und Telefon ist das vollkommen ausreichend. Gegen eine Jahresgebühr von 24,90 Euro lässt sich optional eine echte Mastercard-Plastikkarte dazu bestellen, die in der realen Welt über die Ladentheke gereicht werden kann. Der Versand der Karte kostet fünf Euro.

Um die Wirecard als Zahlungsmittel nutzen zu können, muss sich der Interessent erst einmal bei der Bank registrieren. Ein Vorsprechen am Schalter oder gedruckte Formblätter sind nicht vonnöten - der Aufwand beschränkt sich auf ein Web-Formular.

Erst wer jährlich mehr als 2.500 Euro per Wirecard bewegen möchte, muss seine Identität mittels PostIdent-Verfahren an einem Postschalter überprüfen lassen. Grenzen für Tagesumsätze gibt es keine, sofern das eigene Guthaben nicht überschritten wird. Barauszahlungen an Geldautomaten sind nur durch die Limits der Automatenbetreiber begrenzt.

Dem vorsichtigen Nutzer wird jedoch eine andere Eigenschaft der Wirecard deutlich lieber sein: Anders als echte Kreditkarten, mit denen auf Pump eingekauft werden kann, lässt sich die Wirecard in der Regel nicht überziehen. Im Fall von Verlust, Diebstahl oder Betrug haftet der Wirecard-Kunde also maximal mit seinem aufgeladenen Guthaben. Sobald eine Verlustmeldung des Nutzers den Betreiber erreicht, sollte auch dieses Guthaben sicher sein.

Je nach Art des Guthabeneingangs erhebt die Wirecard Bank unterschiedlich hohe Gebühren: Bei Nutzung einer Kreditkarte behält die Bank drei Prozent des eingezahlten Betrags, mindestens aber einen Euro ein; bei Lastschrift sind es 1,99 Prozent oder ebenfalls ein Euro. Sicherster und auch bei größeren Beträgen günstigster Weg ist die Überweisung: Hier zweigt die Bank unabhängig vom Betrag stets einen Euro ab. Über Gebühren glücklich kann sich fühlen, wer sein Guthaben von einem anderen Wirecard-Kunden per P2P-Überweisung erhält: In dem Fall zahlt nur der Überweisende 50 Cent.

Mit der optionalen Plastikkarte hat der Wirecard-Nutzer gegen Gebühr auch am Geldautomaten Zugriff auf sein Guthaben, und zwar weltweit. Die Abgabe macht zwei Prozent des abgehobenen Betrags aus, mindestens aber 4,50 Euro. Wer sich mit Kreditkarten kaum auskennt, mag das für viel halten. "Im Vergleich mit anderen Kartenbetreibern stehen wir damit aber gar nicht so schlecht da", meint Westbrock.

Wenn einmal nicht in der Währung des Kontos eingekauft wird, berechnet die Wirecard Bank AG eine Nutzungsgebühr von 1,5 Prozent des Umsatzes. Der Vergleich zeigt wiederum, dass die in der Tabelle aufgeführten Anbieter für den Einkauf in Auslandswährungen ebenfalls 1,5 bis zwei Prozent verlangen. Während des netzwelt-Tests schien es zuerst so, als ob auch für Zahlungsabwicklungen im Euro-Raum eine Gebühr anfiele.

Demnächst wird es auch möglich sein, Geld von seinem Wirecard Online-Konto wieder zurück auf sein Bankkonto zu überweisen," erklärt Westbrock. Soll vorhandenes Guthaben, egal ob Teilbeträge oder das gesamte Guthaben, von der Wirecard auf ein anderes Konto zurückgebucht werden, kostet das 2,50 EUR. Bei einer Rücklastschrift werden dagegen ein Prozent des Umsatzes oder mindestens zehn Euro fällig.

Die gleiche Gebühr fällt auch an, wenn der Kunde einen Wirecard-Zahlvorgang etwa bei einem Online-Shop im Nachhinein rückgängig macht. Andere Banken verfahren da aber genauso. Das Vertragsende verläuft dagegen kurz und schmerzlos: Weist ein Wirecard-Konto nach Ablauf der Kartengültigkeit von zwei Jahren noch Guthaben auf, erhält der Kunde neue Kartendaten. Liegt kein Guthaben vor, verfällt die Karte automatisch und das Konto wird gekündigt.

Was es bei der Wirecard nicht gibt, sind Guthabenzinsen und Kontoauszüge. Die Umsätze seiner Karte kann der Kunde auf der Webseite der Bank einsehen; die reine Online-Kontoführung ist auch bei anderen Banken längst Standard. Zum Horten von Zahlungsmitteln ist das Wirecard-Konto auch gar nicht konzipiert. "Es hat sich gezeigt, dass Nutzer nur wenig Geld auf ihren Wirecard-Konten ungenutzt liegen lassen," bestätigt Westbrock.

Die Wirecard hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck: Die Handhabung des Systems ist kinderleicht, das Konzept scheint im Vergleich zu anderen Kreditkarten im Hinblick auf mögliche Schulden wesentlich sicherer zu sein. Vorsichtige Zeitgenossen, die bislang nur ungern mit der Kreditkarte im Netz eingekauft haben, erhalten mit der Wirecard ein passendes, universelles Zahlungsmittel: Man lädt einfach nur soviel Geld auf das Wirecard-Konto, wie man aktuell ausgeben möchte.

Hier geht es zur Uebersicht der besten Kreditkarten.



Weitere Nachrichten