Unsere Meinung zur MyPrepaid:
Die MyPrepaid ist eine Mastercard auf Guthabensbasis und wurde vorrangig für Jugendliche konzipiert. So wird etwa aus aus Jugendschutzgründen keine PIN ausgegeben. Zusätzlich werden Händler und Dienstleister mittels eines Codes seitens Mastercard klassifiziert, ihr Angebot wird damit einer Warengruppe zugeordnet. Diese Codes werden genutzt um Angebote wie Glücksspiel und Inhalte für Erwachsene zu blockieren. Zwar räumt MyPrepaid ein, dass dies kein hundertprozentiger Schutz ist, aber die einzige Möglichkeit die Bezahlung von jugendgefährdenden Inhalten zu unterbinden.
Damit Eltern den Überblick über die finanziellen Tätigkeiten ihrer Kinder mit der MyPrepaid-Card behalten, können sie sich (ebenso wie das Kind) über jeden Umsatz benachrichtigen oder monatlich die Umsätze per eMail zusenden lassen. Sollte das Kind versuchen, seine Eltern um diese Information bringen zu wollen (etwa die eMail-Adresse aus den Einstellungen löschen), werden die Eltern über diesen Vorgang via eMail informiert.
Auf Wunsch gibt es für 10 Euro eine Picturecard mit Wunschdesign, der Auslandseinsatz ist kostenlos. Die MyPrepaid Card ist unbürokratisch ohne Schufaabfrage und Bonitätsprüfung beantragbar, es gibt keine Kündigungsfristen oder Mindestvertragslaufzeiten zu beachten.
Doch bei der MyPrepaid Card sind keine kostenlosen Extras, Versicherungen und Guthabenzinsen inklusive. Zudem gibt es ein jährliches Umsatzlimit von 2.500 Euro, welches für Jugendliche nicht unbedingt leicht einhaltbar sein dürfte. Bargeldabhebung am Geldautomaten kosten 5 Euro und es besteht ein Aufladelimit von 300 Euro.
Diese Karte ist vor allem für Eltern interessant, die ihren Kindern den Umgang mit einer Kreditkarte beibringen wollen. Die Eltern haben immer die volle Kostenkontrolle und eine Verschuldung ist durch die Prepaidfunktion nicht möglich. Auch die günstige Jahresgebühr von 10 Euro kann überzeugen. Einziger Wehrmutstropfen ist das jährliche Umsatzlimit von 2.500 Euro. Für Jugendliche ist diese Summe sicherlich nicht immer erreichbar.
Was genau sind eigentlich Prepaid-Kreditkarten? Diese können wie normale Kreditkarten genutzt werden: zum bargeldlosen Bezahlen, oder zum Abheben von Bargeld im In- und Ausland. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass der Besitzer zuerst eine bestimmte Summe auf die Prepaid-Karte einzahlen muss und erst dann über diese frei verfügen kann. Die Karte ist somit eine Kreditkarte auf Guthabenbasis, für deren Bewilligung es keiner positiven Schufa-Auskunft bedarf. Ausgegeben werden kann nur, was zuvor einbezahlt wurde. Und beim Bezahlen erfolgt eine Vorauthorisierung des erforderlichen Betrags auf der Karte. Dabei wird geprüft, ob das Guthaben auf der Karte für den Einkauf auch ausreicht. Man kann die Karte schnell und einfach online bestellen.
Hintergrund:
Paycenter ist ein deutsches Kreditinstitut mit der Bankleitzahl 70017000 und unterliegt der Finanzaufsicht durch die BaFin. Zur bestmöglichen Sicherung von Kunden- Guthaben werden diese auf einem Treuhandkonto des fast 100 Jahre alten Bankhaus Hafner verwaltet, und unterliegen dort der gesetzlichen Einlagensicherung der Banken.
Kreditkartengesellschaft:
Mastercard Worldwide gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Zahlungsverkehrsdienstleistungen und trägt dazu bei, den Alltag einfacher und effizienter zu gestalten. Als Franchisegeber, Prozessor und Berater im Zahlungsverkehr macht Mastercard als entscheidende Schnittstelle zwischen Banken, Regierungen, Unternehmen, Händlern und Karteninhabern überall auf der Welt den Handel erst möglich.
Allein 2010 wurde mit Mastercard-Produkten ein globaler Bruttoumsatz von 2,7 Billionen US-Dollar getätigt. Jährlich werden 23 Milliarden Transaktionen über das Mastercard Worldwide Network, das schnellste Zahlungsabwicklungssystem der Welt, ausgeführt. Mastercard kann dadurch 160 Millionen Transaktionen pro Stunde bearbeiten. Mit der Mastercard-Produktfamilie, zu der Mastercard, Maestro und Cirrus gehören, den Kernprodukten Kredit-, Debit- und Prepaidkarten sowie Plattformen und Funktionen, wie beispielsweise das Kontaktlos-Zahlsystem Mastercard PayPass oder Mastercard inControl, fördert Mastercard den weltweiten Handel. Das Unternehmen arbeitet mit Kunden, Regierungen und Unternehmen in über 210 Ländern und Regionen zusammen.