Kontaktloses Zahlen mit Kreditkarte bald möglich


Von Rolf Jansen
Mai 30, 2008
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Mit der Kreditkarte zahlen ohne Pin-Code und ohne Unterschrift: Im Kanton Zug ist das jetzt möglich. Das Bargeld wird trotzdem nicht verschwinden.

Es kling so einfach: kurz mit der Kreditkarte winken und schon ist die Zeitung am Kiosk bezahlt. Unterschreiben? Nicht nötig. Die Karte ins Lesegerät stecken? Überflüssig. Kontaktloses Zahlen oder «Paypass» heisst das Ganze, und die Kreditwirtschaft und die Banken erhoffen sich viel von der neue Technologie. Zuger und Zugerinnenkönnen jetzt als erste Zentralschweizer ihre Kreditkarte mit dem nötigen Chip ausrüsten lassen – das gilt allerdings vorerst nur für die Kunden der Zuger Kantonalbank. Denn die Bank hat zusammen mit dem Schweizer Kreditkartenunternehmen Aduno ein Pilotprojekt gestartet.

Die Bank rüstet nach und nach ihre rund 11'000 Kreditkartenkunden mit den entsprechenden Karten aus und finanziert darüber hinaus noch 30 Lesergeräte in Zuger Geschäften. Ohne ein spezielle Lesergeräte funktioniert das Ganze allerdings nicht. Dieses Gerät kostet rund 450 Franken.

Bisher machen 25 Zuger Händler mit. Die meisten sind Konfiserien oder Papeterien, aber auch ein Restaurant und ein Optiker ist dabei. Doch auch der Rest der Zentralschweiz muss nicht mehr lange warten. «Ab Jahresende werden alle Schweizer Kantonalbanken dabei sein», sagt Bettina Freihofer, Pressesprecherin der Aduno Gruppe. Ausserdem sei das Unternehmen noch mit den Raiffeisenbanken im Gespräch, «unterschrieben ist aber noch nichts».

Sinn mache die neu Art des Zahlens besonders in Geschäften, in denen die Kunden für eher kleine Beträge einkaufen, sagt Peter Durrer, Technologie-Chef bei der Aduno. Denn wirklich kontaktlos zahlen kann man nur, wenn es sich um weniger als 40 Franken handelt. Bei höheren Beträgen muss man nicht nur die Karten vor das Lesegerät halten, sondern auch einen Pin eingeben. «Damit auch alles sicher abläuft», erklärt Durrer.

Quelle: www.zisch.ch

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