Praktische Tipps
Auch wenn eine PIN für eine Bank- oder Kreditkarte "nur" vier Dezimalstellen ausweist, haben viele Menschen Schwierigkeiten, sich diese langfristig einzuprägen. Da man davon abraten muss, die PIN in aufgeschriebener Form nebst der Karte aufzubewahren, bietet sich nur noch das gute alte Auswendiglernen an. Aber wie geht man sicher, dass man diese PIN über Jahre hinweg nicht verliert/vergisst? Einige Eselsbrücken können helfen.
Am naheliegendsten sind natürlich Jahresdaten, die zufällig auf die PIN zutreffen. Eine PIN wie zum Beispiel 1781 liest sich rückwärts 1871 und ist das Jahr der deutschen Reichsgründung durch Bismarck. Wer es philosophisch liebt, der kann auch mit 1781 arbeiten, denn in diesem Jahr wurde Kants Kritik der reinen Vernunft veröffentlicht. Fast jede PIN, die eine 1 enthällt, kann durch systematische Umstellung in eine gängige Jahreszahl umgewandelt werden. Geschichtswissen ist nicht von Nöten, denn der Wikipedia-Eintrag einer jeden Jahreszahl sollte genügend Inspiration für jedermann bieten. Auch wenn dieser Zahlensalat kompliziert erscheint, ist es für das menschliche Hirn einfacher, sich einen Zusammenhang als eine bloße Zahlenreihe zu merken.
Ähnlich verhält es sich mit Phantasiegeschichten, die man willkürlich erfinden kann, indem man jeder Ziffer eine Bedeutung zuspricht, und diese dann miteinander verbindet. 4961 wäre dann zum Beispiel: 49 ist die Anzahl der Lottozahlen in Deutschland, 6 Richtige müssen es sein, und man erfährt das im 1. Deutschen Fernsehen. Und wieder: es klingt kompliziert, sitzt aber weitaus besser auf unserer Festplatte.
Diese Eselsbrückensysteme sind keine Erfindung des Verfassers dieses Artikels, sondern anerkannte Strategien, die von Gedächtnisweltmeistern oder Rekordhaltern in Disziplinen wie dem Auswendiglernen von Zahlenreihen (einige 100 Dezimalstellen sind ohne weiteres möglich) angewandt werden.