Kreditkarten-Riesen sperren Spendenkonten der Enthüllungsplattform.
Wikileaks ist in diesen Wochen in aller Munde. Dieser Sachverhalt gilt nun auch bis in die Chefetagen der beiden größten Kreditkarten-Organisationen weltweit. VISA und MasterCard haben vor ein paar Tagen die Spendenkonten der in die Schlagzeilen geratenen Enthüllungsplattform Wikileaks gesperrt, so dass Unterstützungs-Zahlungen an Wikileaks per Kreditkarte nun nicht mehr möglich sind.
Wikileaks, ähnlich wie das etwas bekanntere Wikipedia, ist auf einer non-profit-Geschäfsbasis aufgebaut. Weltweite Spenden, die zumeist per Kreditkarte getätigt werden, sind das wichtigste finanzielle Standbein der Enthüllungs-Plattform. Die online durchgeführten Spenden werden per Kreditkarte vom schweizerisch-isländischen Provider Datacell durchgeführt, der nun seinerseits Schadenersatzklagen gegen die beiden Kreditkarten-Organisationen angekündigt hat.
Bereits letzten Samstag hatte der Bezahldienst PayPal Zahlungen an Wikileaks gesperrt. PayPal-Angaben zu Folge erlaubten die Geschäftsbedingungen keine Dienstleistungen zur Förderung illegaler Handlungen. Eine ähnlich lautende Argumentation war auch von Seiten von VISA und MasterCard zu vernehmen.