Kartensperrung in unsicheren Ländern
Beim Skimming werden illegal Kartendaten abgeschöpft, indem Daten heimlich von Magnetstreifen ausgelesen und auf gefälschte Karten kopiert werden. Sobald die Betrüger im Besitz des PIN Codes sind, können sie mit der kopierten Karte in vielen Ländern außerhalb Europas illegal über Bargeld verfügen.
PostFinance und SIX Card Solutions, ein Schweizer Kartentransaktionsspezialist, reagieren auf Datenbetrug mit einer Kartensperrung in unsicheren Ländern, dem sogenannten Geoblocking. Die Banken wurden von SIX über das Angebot informiert und darauf hingewiesen, Geoblocking in ihr Angebot aufzunehmen. PostFinance zum Beispiel bietet vier Sperrstufen an. Die erste lässt Transaktionen in der Schweiz, die zweite nur Bargeldabhebungen im Ausland an Geldautomaten, mit Verarbeitung über den als sicher geltenden Chip, zu. Die dritte Stufe erlaubt den Einsatz in EU- und EFTA-Ländern, und die vierte Stufe erlaubt den Bargeldbezug nur via Magnetstreifen. Diese Stufe kann man maximal für ein Jahr freischalten. Zu den Ländern, in denen man sein Bargeld ausschließlich via Magnetstreifen erhalten kann, zählen unter anderem die USA, Russland oder die Ukraine.
In Deutschland können Banken auf Wunsch des Kunden Zahlungen in einzelnen Ländern vorübergehend sperren, um das Skimming-Risiko weiter zu reduzieren, so zum Beispiel mit der MasterCard.