Wie werden aus den gesammelten Daten Aussagen und Prognosen zur Kreditwürdigkeit ermittelt?
Die Schufa ist eine private Unternehmung, deren Hauptaufgabe im Sammeln von zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit relevanten Daten von Bundesbürgern besteht. Anschließend wird nach einem fest definierten sogenannten Scoreverfahren eine Zahl zwischen 1 und 100 errechnet, die als Indexwert die statistische Kreditwürdigkeit eines Bürgers bestimmt. Doch wie genau kommt die Schufa auf diesen Wert? Hier ein Überblick.
Besonders wichtig hierbei ist, dass der einzelne Kunde nicht nach persönlichen Daten bewertet wird, sondern nach denen einer Vergleichsgruppe. Dieses mathematische Verfahren soll rein statistisch prognostizieren, ob ein bestimmter Kreditvertrag sich ähnlich entwickeln wird wie die Kreditverträge von Vergleichspersonen in der Vergangenheit. Nicht einfließen darf die Angabe des Wohnortes, denn dies könnte die Vergabe von Krediten vom Stadtteil des Kunden abhängig machen.
Sämtliche Einträge bei der Schufa müssen nach einem bestimmten Zeitraum wieder gelöscht werden. Hierbei variieren die Zeiträume erheblich. So bleiben Angaben über Anfragen von Banken zwölf Monate erhalten. Kredite hingegen bleiben bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert.