Kriminelle bezahlen bis zu 700 US-Dollar für Zugangsdaten zu Bankkonten und Kreditkarten.
Ein kürzlich erschienener Bericht des Anti-Viren-Herstellers Panda verrät Besitzern von Kreditkarten und Bankkonten, was ihre im Betrugsfall gestohlenen Kontodaten auf dem Schwarzmarkt wert sind. Bis zu 700 US-Dollar muss ein Betrüger für die Zugangsdaten eines Kontos bezahlen, mit dem sich 82.000 US-Dollar "erwirtschaften" lassen. Weniger belastbare Konten gibt es demnach auf dem Schwarzmarkt schon zum Schnäppchenpreis von 80 US-Dollar.
Panda hatte sich für diese Informationen eigenen Angaben zu Folge in fremde Netze eingehackt, in denen mit gestohlenen Kontodaten gehandelt wird. Insgesamt 50 solcher "Online-Shops" hat der Anti-Viren-Hersteller ausgekundschaftet und dabei weitere interessante Preise ermittelt. Die Kosten für Kreditkartendaten variieren zwischen 2 und 90 US-Dollar, je nach Kreditlimit. Wem Online-Shopping nicht ausreicht, kann sich für 30 US-Dollar eine Kreditkarte nachmachen lassen - zuzüglich der Kosten für die Kontodaten.
Aber es geht sogar noch weiter: für vorsichtige Kriminelle wird sogar ein Transaktionsdienst für 30 bis 300 US-Dollar angeboten. So schlägt ein von einem Strohmann an die Haustür gelieferter und mit gestohlenen Daten erworbener Fernseher mit 100 US-Dollar zu Buche.