Geringere Einnahmen könnten über höhere Kosten für die Banken ausgeglichen werden.
Die Kreditkarten-Organisationen VISA und MasterCard reagierten bestürzt auf die Ankündigung der US-Notenbank Fed, die Gebühren für Debitkarten-Transaktionen um ca. 75 % zu drosseln. In einer Stellungnahme wies MasterCard darauf hin, dass die Fed bei ihren Berechnungen die Kosten, die den Kreditkarten-Organisationen bei der Durchführung von Bezahlvorgängen mit Debitkarten entstehen, nicht zureichend berücksichtige.
Weiter hieß es: "Die Erfahrung zeigt, dass nicht die Banken oder die Kartenanbieter, sondern die Konsumenten letztlich die größten Verlierer solcher Regelungen sind." Eine mögliche Folge sei dann eine Kettenreaktion, bei der Kreditkarten-Organisationen die geringeren Einnahmen durch höhere Kosten für die Banken ausgleichen. Diese widerum würden dann zum Beispiel Girokonten höher bepreisen.
In der EU hatte die Brüsseler Kommission Anfang Dezember ein Debitkarten-Verfahren gegen Visa eingestellt. Der Konzern habe sich bereit erklärt, die Preise für das Zahlen in neun EU-Staaten deutlich zu senken. Der deutsche Markt ist davon nicht betroffen.