Kreditkartenzinsen auf höchstem Wert seit 2001
Trotz eines neuen Gesetzes, das vor kurzem von Barack Obama erlassen wurde, steigen die Sollzinsen auf US-Kreditkarten wieder. Die Idee hinter dem Gesetz war eigentlich, zu verhindern, dass Kreditkarten Kunden mit besonders günstigen Einstiegszinsen zum Abschluss einer Kreditkarte "verführt" werden und dann die anschliessend oft stark steigenden Sollzinsen nicht mehr begleichen können. Wie "Die Presse" berichtet, lagen die Zinsen im 2. Quartal 2010 bei 14.7% im Durchschnitt - dem höchsten Wert seit 2001.
Dennoch sind Kreditkarten in den USA sehr beliebt - etwa 75% aller Haushalte verfügen über eine Plastikkarte. Ein Grund: Dispokredite und Debit-Karten bzw. Bankkarten, bei denen das Konto noch am Tag der Transaktion belastet wird, sind in den USA nicht weit verbreitet. Stattdessen favorisieren die US-Bürger die sogenannte echte Kreditkarte, bei der die offene Summe nicht einmal pro Monat komplett abbezahlt, sondern in Raten zurückbezahlt wird. Auf den offenen Betrag werden dann oft sehr hohe Zinsen bezahlt - bis zu 25% pro Jahr sind nicht unüblich. So wundert es nicht, dass bei der derzeit hohen Arbeitslosigkeit die Kreditkartenausfälle im Milliardenbereich liegen.