Die Kauflust seiner Kunden hat dem Kreditkartenunternehmen American Express im vierten Quartal mehr Gewinn in die Kasse gespült: Die gesamten Einnahmen des Unternehmens stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ganze 7 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro).
"Die Kunden haben einen Rekordbetrag mit ihren American-Express-Karten ausgegeben", sagte Firmenchef Kenneth Chenault. Unter dem Strich verdiente American Express 1,2 Milliarden Dollar. Das waren 12 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Im nachbörslichen Handel sackte die Aktie dennoch um 2 Prozent ab. Denn die Erträge waren nicht so stark gestiegen wie von den Analysten erwartet.
Zwar sitzt das Geld der Kreditkarten-Nutzer wieder lockerer, auch angesichts einer rückläufigen Arbeitslosigkeit im Heimatmarkt USA. Doch die Kunden zahlen für den Kredit, den ihnen American Express bis zur Begleichung ihrer Schuld gewährt, derzeit sehr niedrige Zinsen.
Im gesamten Jahr 2011 verdiente American Express unterm Strich 4,9 Milliarden Dollar und damit 22 Prozent mehr. Konzernchef Chenault zeigte sich zuversichtlich, dass auch 2012 gut läuft. Er warnte aber gleichzeitig davor, dass der Aufschwung in den USA wackelig sei und dass sich die Schuldenkrise in Europa ausweiten könne.