WestLB wird zerschlagen


Tanya Schmidt  

EU-Kommission hat Bankenumbau genehmigt

Die EU-Kommission hat den Umbau der nordrhein-westfälischen Landesbank WestLB genehmigt. Die einst größte deutsche Landesbank soll bis Ende Juni 2012 zerschlagen und verkauft werden. Hätte die Kommission den Plan abgelehnt, hätte das Finanzunternehmen die während der Finanzkrise 2008 erhaltenen Staatshilfen zurückzahlen müssen. Die Kosten für die geordnete Abwicklung von bis zu 5,85 Milliarden Euro werden den Angaben zufolge vom Bund und den derzeitigen Eigentümern getragen. Rechtsnachfolger der WestLBsoll schließlich die sogenannte Servicegesellschaft oder SMP-Bank werden, die als Dienstleister für die abgespaltene Verbundbank sowie die Bad Bank der WestLB fungieren soll und zum 1. Juli 2012 in den alleinigen Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen übergehen soll.

Die derzeit drittgrößte Landesbank war wegen risikoreicher Geschäfte 2008 bereits vor dem Fall von Lehman Brothers ins Trudeln geraten und musste mit zweistelligen Milliardenhilfen - darunter einem Risikoschirm von fünf Milliarden Euro und einer Kapitalspritze von drei Milliarden - gerettet werden. Die EU-Kommission machte dafür unter anderem zur Bedingung, dass die Bank erheblich schrumpft. Die NRW-Landesregierung, die dortigen Sparkassen und der Bund einigten sich schließlich auf eine Zerschlagung des Instituts. Eine Verbundbank mit rund 400 Beschäftigten soll die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) übernehmen. Andere Konzernteile sollen in die Bad Bank verschoben oder verkauft werden.

Der Plan sieht die Zerschlagung der Bank in eine sogenannte Verbundbank und eine Servicegesellschaft vor, in denen sich allerdings nur ein Teil der Beschäftigten wiederfinden werden. So stehen in den kommenden fünf Jahren fast zwei Drittel der Arbeitsplätze auf der Kippe. Demnach werde die Servicegesellschaft, die Mitte 2012 aus der WestLB hervorgeht, im Jahr 2016 noch maximal 1000 Stellen umfassen. In diese Planung seien bereits 200 fremde Arbeitsplätze eingerechnet, weil die Servicegesellschaft mit Aufträgen von anderen Instituten möglicherweise auch Mitarbeiter übernehmen müsste. Weitere 400 Stellen seien in einer Betriebsgesellschaft vorgesehen. Das zur Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gehende Sparkassen-Geschäft sei mit weiteren 400 Stellen verbunden.

Die  WestLB bringt in Zusammenarbeit mit Unternehmen sogenannte Co-branding Kreditkarten heraus. Dazu gehören u.a. Die Payback Plus Karte und diverse andere Prepaid-, Visa- und Mastercards.



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