Verbraucherzentralen warnen vor betrügerischen Mails
Computernutzer, die über eine Mastercard verfügen, müssen bei Onlinezahlungen momentan besonders vorsichtig sein. Die Verbraucherzentralen warnen vor einer Welle von betrügerischen Mails an Kreditkarten-Besitzer. Die Schreiben mit dem Betreff "Sperrung Ihrer Kreditkarte" richteten sich vor allem an Kunden von Mastercard. Lediglich die Hausnummer sowie die Angaben zur Telefon- und Fax-Nummer stimmen nicht mit denen des Kreditkarten-Unternehmens überein. Um die Empfänger in die Irre zu leiten, enthält sie sogar einen Link, der auf eine Original-Mastercard-Internetseite führt.
In einer E-Mail mit der Absenderadresse „eu.karteninfo@mastercard.com“ wird den Empfängern mitgeteilt, dass sie ihre Kreditkarte derzeit nicht nutzen können, weil eine „Verifizierung der Kartendaten“ erforderlich sei. Ln einem in der Mail beigefügtem Dateianhang werden persönliche Daten der Mailempfänger abgefragt. Nach der Beantwortung werde die Karte unverzüglich freigeschaltet und könne wieder uneingeschränkt genutzt werden, so das Versprechen in der Mail. Doch wer die Daten einträgt, liefert diese Kiminellen, die sie zu betrügerischen Zwecken nutzen. Verbraucherzentralen in Deutschland raten, die Mails zu löschen und nicht auf den Link zu klicken. Seriöse Finanzdienstleister fordern ihre Kunden niemals per E-Mail auf, Geheimnummern online einzugeben.
Die US-Kreditkartenfirma Mastercard hat im dritten Quartal einen Gewinnsprung von 38 Prozent vermeldet. Als Grund für die Entwicklung wurde die weltweit gestiegene Nutzung von Kreditkarten genannt. Zudem hätten neue Geschäftsabschlüsse mit Banken sowie neue Transaktionsdeals im Ausland zu dem starken Ergebnis beigetragen, erklärte der in New York ansässige Zahlungsdienst The Purchase. Für das im September zu Ende gegangene Quartal meldete das Finanzunternehmen einen Nettogewinn von 717 Millionen Dollar (rund 520 Millionen Euro) - im Vorjahreszeitraum waren es noch 518 Millionen Dollar gewesen. Außerdem kletterte der Umsatz von 1,43 Milliarden Dollar im Vorjahr um 27 Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar. Das Unternehmen war zuletzt verstärkt auf dem Heimatmarkt auf Kundenfang gegangenen, während der Rivale Visa sein Auslandsgeschäft ausbaute.