Visa stellt seinen neuen Online-Bezahldienst vor


Tanya Schmidt  

V.me soll Anfang 2012 starten

Visa tritt nun gegen Paypal an: Der neue digitale Bezahldienst des Kreditkartengiganten Visa wird V.me heißen und soll Anfang 2012 starten. Wie bei dem Online-Zahlungsservice Paypal lässt sich V.me mit anderen Bezahlformen verbinden - etwa einem normalen Konto oder einer Kreditkarte. Und genau wie Paypal ist der neue Visa-Dienst für Online-Zahlungen gedacht – zum Beispiel vom Smartphone aus. Er ersetzt dann die Eingabe der 16-stelligen Kreditkartennummer.

Wie V.me genau funktioniert? Bei V.me ist Visa beim Online-Einkauf die vermittelnde Stelle: Der Interessent erstellt sein Konto und hinterlegt seine Kreditkartendaten. Auch die Karten anderer Anbieter, etwa American Epress, kann der Nutzer bei Visa speichern. Kauft der Kunde nun bei einem kooperierenden Händler ein, genügt für die Bezahlung eine Anmeldung mit seiner V.me-Kennung.  Der Nutzer spart sich also die eingabe seiner umfangreichen Kartennummer, der Kundenzugang zu dem von V.me-Konto ist ausreichend.  Der Kunde kommt mit dem Händler nicht in Kontakt, weil Visa die Bezahlung regelt.

Das Finanzunternehmen hat nun die Entwicklungs-Werkzeuge veröffentlicht, damit interessierte Händler den Dienst vorab auf die Anforderungen ihres Online-Shops anpassen können.

Visa ist das weltgrößte Kreditkartenunternehmen und hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank des häufigeren Einsatzes seiner Kreditkarten gesteigert. Der Konkurrent von Mastercard und American Express verdiente im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 880 Millionen Dollar, was einer Zunahme um 14 Prozent entspricht. Die Einnahmen legten um 12,6 Prozent auf 2,38 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen in San Francisco mitteilte. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Transaktionen um neun Prozent auf 13 Milliarden Dollar. Das Volumen legte um 13 Prozent zu. Auf seinem Heimatmarkt ist das Unternehmen zunehmend der Konkurrenz von MasterCard ausgesetzt. Einige US-Banken wanderten zuletzt von Visa zu Mastercard ab.

Das Visa Kartenangebot beinhaltet unterschiedliche Karten, etwa die Visa Classic Karte, die Visa Gold Karte, die Prepaid Karte oder die Visa Electron Karte.

 


 



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