Einmalig verwertbare Passwörter sollen Kreditkarten sicherer machen.
Bislang waren die bei einer Kreditkarten-Transaktion relevanten Daten durch eine so genannte PIN abgesichert. Je nach Land hatte eine solche Personal Identification Number 4-12 Dezimalstellen. In Deutschland sind es bis dato 4-stellige PINs.
Rein sicherheitstechnisch betrachtet stellt eine 4-stellige PIN, die nur 10.000 verschiedene Kombinationen ermöglicht, ein Sicherheitsproblem dar. Mehr Dezimalstellen würden allerdings die Merkbarkeit erschweren. Genau hier setzt das neue Konzept an, das VISA und MasterCard nun zum Standard machen wollen.
Die Idee dahinter ist, jede Kreditkarte bei jeder Transaktion im Internet mit einer neuen und nur einmalig verwendbaren PIN auszustatten. Hierzu werden diese neuartigen Kreditkarten, die sich in Breite, Höhe und Tiefe nicht von den "herkömmlichen" Kreditkarten unterscheiden, mit einer kleinen Tastatur ausgestattet. Durch Eingabe eines Passworts generiert die Kreditkarte ein weiteres Passwort, das nur für eine Transaktion gültig ist.
Durch diese Methode soll zum einen sichergestellt werden, dass der rechtmäßige Inhaber der Karte auch tatsächlich im Besitz der Karte ist. Zum anderen wird das bei Betrügern beliebte Phishing unmöglich gemacht, denn nur mit den Kreditkarten-Daten allein kann so kein Missbrauch mehr betrieben werden. Und auch im Falle, dass der Betrüger im Besitz der Kreditkarte ist, müsste er auch das Passwort kennen, um diese zu missbrauchen.