Angst vor Datenmissbrauch hemmt Deutsche beim Online-Shopping per Kreditkarte.
Eine aktuelle Studie, die TNS Emnid im Auftrag von VISA Europe zum Thema Online-Shopping durchgeführt hat, ist zu einem für die Kreditkarten-Branche interessanten Ergebnis gekommen. Obwohl mittlerweile die Hälfte der deutschen Internetnutzer eine Kreditkarte besitzen, setzt nur jeder Zweite von ihnen sie auch beim Online-Shopping ein. Als Grund für die Zurückhaltung wird meist die Angst vor dem Datenmissbrauch genannt.
Laut Studie setzen 35 % aller Kreditkartennutzer ihre Kreditkarte aus Sicherheitsgründen lieber im Geschäft an der Ladenkasse als im Online-Shop ein. Gut 25 % aller Befragten gehen davon aus, dass ihre vertraulichen Kartendaten bereits beim ersten Online-Einsatz der Karte unkontrolliert im Netz verbreitet werden.
Diese Skepsis liege daran, dass mittlerweile die Hälfte der Schäden aus Kartenmissbrauch aus sogenannten Card-Not-Present-Transaktionen stammt, also aus Online- und Telefontransaktionen, die aber nur fünf Prozent aller Kreditkartentransaktionen ausmachten.
Jedoch wissen die meisten Kartennutzer über den Haftungsmechanismus bei Kreditkarten bescheid: 60 % der Studien-Teilnehmer nennen die Chargeback-Funktion, die Rückerstattung des Geldes im Betrugsfall, als den größten Nutzen der Kreditkartenzahlung.